In dieser Case Study zeigen wir einen neuen Weg, wie sich ein Branding-Prozess deutlich beschleunigen lässt. Die „Universität Salzthal“ ist ein fiktives Hochschul-Brandingprojekt. Wir starten mit einer datenbasierten visuellen Wettbewerbsanalyse und verbinden danach jede Design-Option klar mit der strategischen Positionierung – ähnlich wie bei OKRs.

Zur besseren Orientierung nutzen wir „Design Paths“: klare Designrichtungen, die direkt zur Strategie passen. Durch den Fokus auf Daten, Markenstrategie und Business-Ziele reduzieren wir Bauchgefühl – und beschleunigen Entscheidungen.

Kurzfassung, TL;DR

  • Case Study für ein fiktives Universitätsbranding
  • Methode: Visuelle Datenanalyse + OKR-ähnliche Design Paths
  • Ergebnis: schnellere Abstimmung zwischen Strategie & Design
  • Vorteil: weniger Guesswork, bessere Stakeholder-Entscheidungen

Herausforderung: Komplexe Projekte ohne klare Richtung

Branding-Projekte werden oft unnötig kompliziert. Das führt zu langen, unklaren Brainstormings ohne Ergebnis. Häufig passiert dabei ein typischer Fehler: Man arbeitet mit zufälligen Moodboards und vielen Einzelideen, die nicht sauber auf Zielgruppe, Markenpositionierung oder Unternehmensstrategie einzahlen.

Für CMOs, CEOs und Stakeholder wird es dadurch schwer, visuelle Entscheidungen sicher zu treffen. Das Risiko: Das Branding entfernt sich vom eigentlichen Ziel – und der Prozess wird teuer und langsam.

Typische Probleme:

  • Analyse-Paralyse: zu viele Ideen, kein Fokus
  • Zu wenig Transparenz: Strategie und Design hängen nicht sichtbar zusammen
  • Zeitverlust: endlose Runden ohne klare Fortschritte

Lösung: Visueller Competitive Audit + „Design Paths“

Für Universitäten ist die Wahl von Siegel, Logo und Stilrichtung besonders entscheidend. Deshalb haben wir zuerst den Wettbewerb systematisch eingeordnet.

  1. Visuelle Wettbewerbsanalyse (Competitive Landscape)
    Wir haben 300+ Universitätslogos nach Stil kategorisiert (z. B. Embleme, Wordmarks, Wappen, moderne Zeichen). So lassen sich Trends, Standards und freie Positionierungsräume erkennen.

Das Ergebnis ist eine Art „Visibility Map“, die zeigt: Wo stehen etablierte Player – und wo kann man sich klar differenzieren?

Zusätzlich sieht man schnell, wie sich die visuellen Strategien führender deutscher Universitäten verteilen.

  1. Strategische „Design Paths“
    Design Paths sind klare Designrichtungen, die Business-Ziele mit Positionierung und visueller Identität verbinden.

    Beispiel: Wenn ein Ziel ist, mehr Interesse an STEM / MINT zu erzeugen, muss sich das auch in Typografie, Farben, Formen und Bildsprache widerspiegeln.
  1. Schnellere Iterationen + klare Anpassungen
    Pro Design Path haben wir 2–3 schnelle Prototypen entwickelt – immer direkt mit einer Positionierung verknüpft. Passt ein Konzept nicht zur Strategie, wird es entweder gezielt verfeinert oder der Pfad wird gewechselt – ohne jedes Mal bei Null anzufangen.

Regelmäßige Checkpoints (Messaging, Look & Feel, Richtung) senken das Risiko, weil Annahmen früh geprüft werden. So bleibt das Projekt auf Kurs.

Ergebnis: Schnelle Prototypen, direkt an die Strategie gekoppelt

Weil jede Designentscheidung auf eine Positionierung zurückgeführt wird (z. B. Tradition & Heritage vs. Zukunft & Innovation), entstanden zwei klare Designrichtungen – jeweils mit zwei Varianten.

PATH 1: Tradition & Innovation

  • Variation A1: Tradition und Heritage einer Universität von 1650 sichtbar machen
  • Variation A2: Historische Wurzeln beibehalten, aber moderner und aktueller wirken

PATH 2: Fokus auf Wissenschaft & Innovation

  • Variation B1: Heritage verbinden mit Humanities + Applied Sciences (moderne Forschung)
  • Variation B2: Starkes Profil in Innovation & Entrepreneurship, mit smarter Verbindung zur Tradition (neu interpretierte Wissenssymbole)

Fazit: Branding schneller, klarer und messbar strategisch

Design muss kein Ratespiel sein. Mit datenbasierten Design Paths lassen sich mehrere kreative Optionen testen – aber jede Option ist direkt an Strategie, Zielgruppe und Unternehmensziele gekoppelt.

Das sorgt für:

  • bessere Entscheidungen für Markenpositionierung und Brand Identity
  • schnellere Freigaben
  • weniger Diskussionen aus dem Bauch heraus
  • mehr Klarheit in Führungskreisen

Wenn Entscheidungen auf Daten und klaren Zielen basieren, gewinnt das Branding an Qualität – und der Prozess wird effizienter.

Ready for clear branding? Let’s talk.

references

  • images created with Dall-E 3 / Leonardo.Ai
  • Brooke Cagle (unsplash), Tshirt Mockup
  • Leonhard Niederwimmer (unsplash), Salzburg
  • googledeepmind (pexels), ai visualization

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